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EBU

EBU steht für „European Broadcasting Union“, zu deutsch: die Europäische Rundfunkunion. Der Zusammenschluss von über 70 Rundfunk- und Fernsehanstalten wurde 1950 gegründet. Die EBU definiert unter anderem gemeinsame technische Standards für die Rundfunktechnik, darunter auch Audio-over-IP-Anwendungen (z.B. das Real-Time-Transport-Protocol (RTP).

Ein weiterer Standard ist die sogenannte EBU R-128, welche die Lautheit verschiedener Audiosignale normalisieren soll. Dabei spielt die Tatsache, dass Audiosignale bei gleichem Schalldruckpegel eine unterschiedliches Lautheitsempfinden hervorrufen und der damit verbundene ‚Loudness War‘ die Hauptrolle. EBU R-128 analysiert das Audiosignal inkrementell zeitlich und spektral (mit der sog. K-Gewichtung) und errechnet einen digitalen Lautheitswert mit der Einheit ‚LUFS‘ (Loudness Unit relativ to Full Scale). Als Richtwert für diese Lautheit werden -23 LUFS angegeben, um so auch Musik mit großem Dynamikumfang Rechnung zu tragen.

Eine der bekanntesten Produktionen der EBU ist dabei der ‚Eurovision Song Contest‘, welcher jeweils von der Sendeanstalt des Landes produziert wird, die den Vorjahresgewinner gestellt hat. Bei der Übertragung von Audiodateien zwischen einzelnen Mitgliedsländern wird auf das FLAC-Format zurückgegriffen. Die EBU verwendet verschiedene Erkennungsmelodien zur Kennzeichnung ihrer Sendungen. Eine der bekanntesten ist die Eurovisions-Fanfare mit einem Motiv aus dem Präludium zum Te Deum des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier.

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