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Flankensteilheit

Die Flankensteilheit gibt die Steiheit von Filtern, wie Hoch-, Tief- und Bandpass an. Die Flankensteilheit wird in Dezibel pro Oktave (dB/Okt) oder Volt pro Mikrosekunde (V/µs) angegeben. Da Filter in sehr vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden (künstlerisch in der Mischung, oder rein technisch in A/D-Wandlern), sollte bei deren Benutzung die Flankensteilheit sinnvoll eingesetzt werden. Bei nichtlinearphasigen Filtern (analog und digital) bedeutet eine höhere Flankensteilheit zugleich eine stärkere Phasenverschiebung im Übergangsbereich, sowie sogenannten „ripples“, was zu großen klanglichen Artefakten führen kann. Gerade diese werden vor allem bei Wandlern und Frequenweichen versucht zu vermeiden. Niedrige Flankensteilheiten jedoch lassen oft noch beträchtlich viel Signal über- oder unterhalb der Grenzfrequenz passieren. Bei linearphasigen Filtern (digital) sorgt des weiteren eine höhere Flankensteilheit auch zu einer höheren Latenz, sowie auch hier den „Ripples“. Die Wahl der benötigten Flankensteilheit sollte also auf jeden Fall mit Bedacht getroffen werden.

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