GLOSSAR // I

Interferenz

Bei Überlagerungen von mehreren Wellen unterschiedlicher Phasen entstehen Interferenzen zwischen den einzelnen Wellen. Überlagern sich dabei beispielsweise zwei Welleberge oder zwei Wellentäler, so spricht man von positiver Interferenz, da diese die doppelte Amplitude erreichen. Überlagern sich jedoch ein Wellenberg und ein Wellental, so löschen diese sich gegenseitig aus, man spricht von negativer Interferenz. Interferenzen treten dabei meistens störend in der Raumakustik auf. Da im Bassbereich die Wellenlängen leicht eine Größenordnung mehrerer Meter erreichen können und der Abstand von positiver und negativer Interferenz von der Wellenlänge abhängig ist, gibt es in Räumen sogenannte Raummoden, also Punkte im Raum, in denen positive oder negative Interferenzen auftreten und somit klangliche Überhöhungen oder Auslöschungen darstellen. Zu höheren Frequenzen liegen diese Punkte so weit beieinander, dass diese Unterschiede nicht mehr wahrgenommen werden können. Eine angepasste Raumakustik ist somit eine Notwendigkeit, um die vollen klangliche Möglichkeiten von Lautsprechern ausschöpfen zu können.

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