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Klirrfaktor

Der Klirrfaktor, auch Total Harmonic Distortion (THD) genannt, beschreibt den Anteil der Überlagerung einer Sinus-Grundschwingung durch harmonische Oberschwingungen und ist damit eine stark klangprägende, nicht-lineare Verzerrung. Meist wird der Klrrfaktor in Prozent angegeben und beschreibt den Gesamtpegel aller harmonischen Verzerrungen im Verhältnis zum Originalsignal. Ein THD von beispielsweise 1% entspricht dann einer Verzerrung, die 40 dB unter dem Pegel des Originalsignals liegt. Der Klirrfaktor spielt vor allem in allen analogen Teilen einer Produktionskette, vom Mikrofon über die Verstärkereinheiten bis zum Lautsprecher, eine große Rolle. Jedoch kann auch ein großer Klirrfaktor aus ästhetischen Gründen gewollt sein, wie es zum Beispiel bei vielen Gitarrenverstärkern der Fall ist. Die Hörbarkeit deser Verzerrungen hängt jedoch auch davon ab, in welchem Frequenzbereich sich die Verzerrungen befinden.

Verzerrungen im Tieftonbereich (z.B. 150 Hz) können einen Klirrfaktor von bis zu 5% betragen, ohne stark hörbar zu sein, während im Frequenzbereich um 2-4 kHz schon ein THD von 0,5% ausreichen kann, um das Signal hörbar zu verzerren. Weiterhin ist auch die spektrale Dichte ausschlaggebend dafür, wie stark hörbar nicht-lineare Verzerrungen sind. Trotzdem ist es das Bestreben jedes Herstellers, falls nicht explizit erwünscht, den Klirrfaktor so gering wie möglich zu halten, um eine möglichst natürliche Übertragung zu gewährleisten.

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