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Phasenverschiebung

Phasenverschiebung beschreibt bei zwei Signalen der gleichen Frequenz den zeitlichen Versatz zwischen den beiden Signalen. Phase und Phasenlage beschreiben hierbei das gleiche. Die Phasenlage entspricht dem Winkel eines Zeigers, der sich um sich selbst dreht und dessen zeitliche Projektion eine Sinusschwingung ergibt, zu einem bestimmten Zeitpunkt und ist abhängig von der Frequenz. Da es sich hier um einen periodischen Vorgang handelt, reicht es meist, die Phasenlage relativ zum Ausgangspunkt zu betrachten.

Sind nun zwei Signale in der Phase zueinander verschoben, so befinden sich die Zeiger der beiden Signale beim Ausgangspunkt an einer unterschiedlichen Position. Oft werden Laufzeitunterschiede mit Phasenverschiebungen gleichgesetzt, was jedoch nicht immer korrekt ist. Phasenverschiebungen treten bei allen nicht-linearphasigen Filtern auf, wie sie bei analoger Technik oder in Lautsprechern verwendet werden, weswegen gerade bei letzterem die Phasenverschiebung besondere Beachtung erfahren muss, wenn es zum Beispiel um die Frequenzweichen für einzelne Lautsprecherchassis geht, so dass das Signal in der Reproduktion keine Klangverfärbung erfährt. Phasenverschiebungen zwischen z.B. den beiden Kanälen eines Stereo-Signals können jedoch auch die Abbildung von Phantomschalquellen des Stereobildes stark beeinflussen und sollten deswegen auch im Produktionsprozess die nötige Aufmerksamkeit erfahren.

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